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Opensource-Spamfilter als Outlook-Plugin oder Proxy-Anwendung
SpamBayes
Auch jeden Morgen Ärger über massenhaften Werbemüll im Email-Postfach und den Aufwand für’s Trennen der Spreu vom Weizen? Ganz zu schweigen vom Morgen nach ein paar Tagen Urlaub?
Dann brauchen Sie einen Spamfilter, der Ihnen hilft, unerwünschte Mails von willkommenen zu trennen. Ein freier Vertreter dieser Gattung ist SpamBayes: Ein Programm, das keine Regeln für die Mailanalyse mitbringt, sondern ausschließlich durch ein Training „on the job“ vom Benutzer lernt, was dieser als Spam betrachtet und was nicht.
Der Begriff Spam stammt von einer amerikanischen Marke für Dosenfleisch („spiced ham“), die genaue Entstehungsgeschichte ist amüsant, Sie lesen sie am besten im Wikipedia-Artikel über Spam nach.
Da Spam die Mailboxen regelrecht verstopfen kann und wertvolle Arbeitszeit dazu verwendet werden muss, die wichtigen Mails vom Werbemüll zu trennen, haben sich spezialisierte Softwares der Aufgabe angenommen, Spammails zu erkennen und voll- oder halbautomatisch zu sortieren oder zu löschen.
SpamBayes verwendet das weiterentwickelte Erkennungsverfahren von Paul Graham, und zieht den Nachrichtentext und andere Bestandteile der Mail heran, um mittels bedingter Wahrscheinlichkeiten [1] eingehende Mails in die Kategorien unerwünscht („Spam“) und willkommen („ham“) einzuordnen.
Nachteil des Verfahrens ist, dass es eine Fehlerquote gibt. Obwohl die Erkennungsquote nach einem Training im Allgemeinen recht gut ist, verursacht ein Restbestand von fälschlich als Spam erkannten erünschten Mails („false positives“), dass man die aussortierten Mails manuell prüfen muss. Zumindest im Unternehmensumfeld scheint dies unabdingbar, um keine wichtigen Mails zu übersehen. [2]
Das Programm klinkt sich entweder als Plugin in Microsoft Outlook ein, oder es schaltet sich als Email-Proxy zwischen Ihren Mailclient und den Mailserver Ihres Providers, der Ihr Postfach verwaltet. Es eignet sich damit nur für Anwender, die POP3 bzw. IMAP zum Mailempfang benutzen. Für größere Unternehmen, die etwa einen eigenen Mailserver betreiben, empfehlen sich andere Lösungen.
[1] der Mathematiker Thomas Bayes hat mit seinem Werk die Arbeit bzw. Rechnung mit bedingten Wahrscheinlichkeiten befruchtet, deshalb der Name „Bayesscher Filter“ für diese Art von Spamerkennung
[2] Andererseits kann auch niemand recht sagen, wieviele Mails beim manuellen Löschen von Spam fälschlicherweise mitentfernt werden...
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