|
Freie Remotedesktop-Software mit Profi-Features
TightVNC
TightVNC ist eine Weiterentwicklung des bekannten Programmpakets VNC („Virtual Network Computing“), das einige zusätzliche und verbesserte Funktionen aufweist.
Die Software dient dazu, vom eigenen Arbeitsplatz aus andere Rechner fernzusteuern. Das läuft in etwa so ab, dass auf dem entfernten, über LAN oder auch über das Internet verbundenen, PC die Serveranwendung von TightVNC läuft, und auf dem lokalen Rechner der Client. Vom Server zum Client wird der komplette Bildschirminhalt übermittelt, so dass man auf einem Abbild des fernen Desktops alle Aktionen ausführen kann wie wenn man davor sitzen würde.
Knackpunkt bei diesen Fernsteuerungsprogrammen ist regelmäßig Geschwindigkeit und Stabilität: Wenn die Datenübermittlung so langsam vonstatten geht, dass auf das Ergebnis jedes Mausklicks einige Sekunden gewartet werden muss, macht das Remote-Arbeiten bald keinen Spaß mehr — bzw. der Administrator ist schneller, wenn er sich persönlich in den Serverraum begibt ;-)
Die Performance von TightVNC kann sich inzwischen sehen lassen, also kein Vergleich mehr zu den ersten VNC-Versionen, mit denen produktives Arbeiten schwierig war. Es fühlt sich in der Bedienung allerdings immer noch erheblich schwerfälliger an als uns bekannte kommerzielle Vertreter wie pcAnywhere von symantec.
TightVNC bietet einige Funktionen, die das Admin- und Supporterleben erleichtern, z.B.:
Dateitransfer zwischen lokalem und entferntem Rechner (Windows-Version)
Einstellbare Kompressionsraten — um selbst einen guten Kompromiss zwischen Bildqualität und Geschwindigkeit zu finden
Viewer als Java-Applet, das vom eingebauten HTTP-Server ausgeliefert wird: Für den Remote-Zugriff reicht also bei dieser Konfiguration ein Java-fähiger Webbrowser.
Fazit: Für kürzere Remotesitzungen ist TightVNC ein tolles Programm. Leute, die ständig oder für längeres Arbeiten fernsteuernd auf entfernte Rechner zugreifen, sollten (auch) andere, kommerzielle Anwendungen in Betracht ziehen.
|